Autogramme und aktuelles Tagesgeschehen?

Nun, ich befasse mich ja, wie einige wissen doch sehr intensiv mit den Autogrammen, die mein Mann über 35 Jahre seines Lebens begeistert gesammelt hat.

Und muss doch ab und an Schmunzeln – der ein oder andere Politiker, der heute in der Zeitung steht, weil er nun in der „großen“ Politik mitmischt und nicht mehr nur auf „Ortsebene“ für seinen Wahlkreis kandidiert – ist natürlich dabei.

Jung, dynamisch und was ist heute? Aber die Vergleiche werde ich irgendwann mal in der politischen „Autogramm-Kategorie“ einstellen.

😉

Einige haben sich gar nicht verändert.

Bei anderen? Haben nicht nur die Worte „mehr“ Gewicht bekommen.

Nein, ich werde tatsächlich im Moment an die Clowns erinnert.

Nicht wegen Oleg Popov, von dem ich weiß, das mein Mann nach einer Zirkusvorstellung, die wir gemeinsam besucht haben geduldig auf den Erhalt der Signatur gewartet hat (und ich wartete mal wieder auf meinen Mann 😉 ).

Nein, ich muss gerade an diese Killerclowns denken, die ja nun auch in Europa ihr Unwesen treiben. Wie komme ich drauf? Nun irgendwie finde ich die meisten amerikanischen Clowns etwas furchteinflößender als die mir bekannten europäischen. Vielleicht liegt es daran, dass mich die meisten amerikanischen Clowns an Pennywise aus Stephen Kings ES erinnern, den ich nun sogar nicht freundlich in Erinnerung habe.

Vielleicht liegt der Ursprung dieser „Killerclowns“ auch genau deshalb in Amerika. Man kann an diesem Clown aber auch noch mehr „erschreckendes“ erkennen. Zumindest erschreckend für Autogrammsammler.

bozo-the-clown

Dieses Autogramm hat mein Mann nicht persönlich erhalten, sondern mit einer Sammelkollegin eine Anfrage an die Adresse des Darstellers Joey D’Auria in die USA geschickt.

Ein internationaler Antwortschein wurde beigelegt und geduldig gewartet.

Joey D’Auria spielte in den USA auch sehr lange den wohl berühmtesten Clown Amerikas Bozo. Bozo ist wirklich DER CLOWN schlechthin und dient vielen anderen als Vorlage (ob Krusty, bei den Simpsons oder Ronald Mc’Donald). Und genau das war der Grund, warum die beiden gerne ein Autogramm von dem damals aktuelle Darsteller erhalten wollten.

Erhalten haben Sie tatsächlich jeweils ein Autogramm.
Sogar ein sehr schönes Groß-Foto, was aber nicht von dem Darsteller unterzeichnet worden ist,sondern von irgendjemand.
Daran ändert auch die persönliche Widmung nichts. Dieses Foto wurde nicht von dem Darsteller signiert.
Positiv hier ist eines, die Unterschrift wurde NICHT imitiert.
Und es wird selbst für Laien schnell deutlich, dass dieses Foto irgendjemand mit „Bozo“ signiert hat.
Dieses Foto taucht öfter im Internet auf in verschiedenen Sammlungen und man kann sehr gut vergleichen, dass dieses Bild nicht nur von einer Person signiert wurde.

Trotzdem sind solche Antworten für Sammler immer frustrierend.
Hier ist es ja noch deutlich – gemein wird es, wenn die Stars jemanden beauftragen, die Autogrammpost in ihrem Namen zu bearbeiten und zu signieren. Man erhält eigentlich in dem Falle eine von dem Star in Auftrag gegebene Fälschung.

Wobei man die Stars sicher ein wenig verstehen muss – sie erhalten ja oft nicht nur ein oder zwei Anfragen in der Woche und teils? Nicht mal mit Antwortumschlag.

Das ist auch mit der Grund, warum mein Mann lieber stundenlang nach einer Vorstellung gewartet hat, um das ersehnte Autogramm persönlich zu erhalten.
Denn nur dann, wusste er, das ist absolut echt!
Heute entwickele ich für diese Strategie immer mehr Verständnis, denn wenn man von seinem Star schon etwas persönliches erhalten will, dann möchte man auch an der Echtheit nicht zweifeln.

Autogramme…..

ein Thema, was mich mein ganzes Eheleben „verfolgt“ hat. Wenn man mit einem Autogrammsammler liiert ist, dann ist der irgendwie immer auf „Alarm“. Es könnte ja in der City gerade der Promi hergehen, dessen Signatur man schon so lange in der Sammlung sein Eigen nennen möchte.

Das kann – wenn man einfach ein paar erholsame Tage in Wien verbringen will, ganz schön anstrengend sein. Gut – der Prater gehörte zum Programm – aber auf dem Weg dahin kommt man ja auch an vielen Kulturstätten, Theatern und, und und vorbei.

Kurz, man macht einen gemütlichen Stadtbummel mit jemandem, der irgendwie immer auf der Lauer ist. Und sollte man diesen Menschen tatsächlich dazu überzeugt haben, endlich einfach mal „nur“ zu bummeln und in der Altstadt das ein oder andere Antiquariat zu besuchen – dann? Hat man garantiert den Volltreffer und genau in diesem Antiquariat gibt es alte Autogrammkarten, aus einer Zeit, wo mein Begleiter noch nicht einmal geboren war.

Reinhard Glemnitz, autograph
Das da natürlich geforscht und auch Geld ausgegeben wurde – war klar.
Und so minimiert sich dann die Reisekasse  zu Gunsten der Sammlung.

Karl Schönböck, autograph
Natürlich nicht, ohne mir zu erklären, dass man jetzt doch eine richtige WERTANLAGE getätigt habe.

Manchmal möchte man aber einfach auch die „freie, gemeinsame“ Zeit einfach genießen und empfindet dieses als viel größere WERTANLAGE, wie der Gegenüber.

Es sind Erinnerungen, die für mich nicht wirklich positiv mit diesem Hobby verknüpft sind.

Auch, wenn ich mittlerweile weiß, dass das ein oder andere Autogramm in Sammlerkreisen  durchaus ein kleines Taschengeld bedeuten kann.

Aber solange dieses Hobby daraus besteht mehr zu „kaufen“ und reichlich Personen zu sammeln, die durchaus für eine kurze Zeit ein ganz kleinen Lichtfunken abgegeben haben am „Starhimmel“, da fällt es mir selbst heute noch schwer, die Dinge irgendwie gegeneinander aufzurechnen.

In Wien konnte ich einfach meine eigenen Wege gehen, während der Herr tatsächlich in dieser Stadt auch auf „Autogrammjagd“ war. Und sogar dabei Glück hatte und der ein oder andere ihm seine Bitte nach einem signierten Foto erfüllte:

minich autograph

Und so trennten sich auch in diesem „gemeinsamen“ Kurzurlaub in Wien irgendwie unsere Wege.

 

Hallo Welt!

Jou, es wird eine weiter Internetseite geben – weniger mit Tubbsis Gedankenflügen, als mit dem Hobby von meinem verstorbenen Ehemann – vielen bekannt als „Tubbe“.

 

Das Hobby? Für mich immer noch ein wenig rätselhaft, aber ich habe es versucht zu verstehen und auch viele Eindrücke sammeln können.

Daher denke ich – kann ich auch das ein oder andere hier berichten.

Autogramme und Autographen, sind (da stimme ich dem Geheimrat Goethe sogar zu) immer auch ein Stück der „Seele“ des Menschen, der sie gegeben hat.

Mehr dazu später, denn erst müssen viele Eindrücke und Erlebnisse sortiert werden, damit sie HIER auf dieser Webseite veröffentlicht werden.